Erzbistum Paderborn fördert Religionsunterricht

24. Mai 2022
Material und Maßnahmen für Religionsunterricht an Schulen im Erzbistum werden finanziell bezuschusst

Für einen vielfältigen und lebendigen Religionsunterricht bezuschusst das Erzbistum Paderborn Materialien und Maßnahmen, die an Schulen im katholischen Religionsunterricht zum Einsatz kommen. „Wir möchten Ideen und Materialien für einen guten und gewinnbringenden Religionsunterricht, die vor Ort von Religionslehrkräften entwickelt werden, fördern und begleiten“, erklärt der Leiter des Bereichs Schule und Hochschule im Erzbischöflichen Generalvikariat Paderborn, Dompropst Monsignore Joachim Göbel. Die 5.300 katholischen Religionslehrerinnen und Religionslehrer im Erzbistum Paderborn können Anträge auf Fördermittel für Schulgottesdienste, Bibeln, Arbeitsmaterialien wie Bild- und Impulskarten, Erzähltheater, Legematerial, aber auch Exkursionen digital stellen.

„Wir sind stolz, dass wir durch unsere Fördermittel dazu beitragen, den Religionsunterricht zu beleben und zu bereichern“, unterstreicht Dompropst Monsignore Göbel. Es sei wichtig, dass der schulische Religionsunterricht sowohl für die Lernenden als auch für die Lehrenden eine „gute Botschaft“ vermittle. „In die Glaubensinhalte, Geschichte und Wertesysteme einer oder auch verschiedener Religionen einzuführen, sehe ich als Aufgabe des schulischen Religionsunterrichts. Es geht darum, Schülerinnen und Schüler ganzheitlich zu bilden, damit sie die Kompetenz erlangen, ihr Leben verantwortungsvoll – vor Mensch und Gott – zu gestalten.“

Zuschüsse für Religionsunterricht

Die Anschaffung von Liederbüchern, die für die Feier von Schulgottesdiensten benötigt werden, wird vom Erzbistum Paderborn mit 50 Prozent der Kosten bezuschusst, konkretisiert Dr. Dennis Lewandowski. Der Leiter der Abteilung Religionspädagogik nennt zudem verschiedene Bibel-Ausgaben, die als Klassensatz angeschafft werden können und die ebenfalls zu 50 Prozent durch das Erzbistum finanziert werden. Dass „ganzheitliche“ Arbeitsmaterialen wie Bild- und Impulskarten oder Legematerialien wie Volk-Gottes-Figuren, Holzkegel oder eine Bibeltasche mit Kett-Material beziehungsweise alternativen Legematerialien zu denselben Konditionen gefördert werden, freut den promovierten Pädagogen und Experten für Religionspädagogik besonders.

Zuschuss für Exkursionen und Projekte

Durch das Erzbistum werden zudem aus dem katholischen Religionsunterricht entstandene Exkursionen von Schülerinnen und Schülern mit 50 Prozent der Eintritts- und Fahrtkosten gefördert. Dr. Lewandowski nennt als Beispiele den Besuch von Museums-Ausstellungen mit religionspädagogischem Bezug, den Besuch von Moscheen, Synagogen oder des Hindutempels in Hamm, ebenso den Besuch der ehemaligen Konzentrationslager Bergen Belsen und Buchenwald, des Bibeldorfes in Rietberg, des Paderborner Domes oder des Erzbischöflichen Diözesanmuseums. Aber bezuschusst werden auch Projekte im und aus dem Religionsunterricht, die der Profilierung der religiösen Dimension des Schullebens oder der Intensivierung der Kooperation mit den Kirchengemeinden dienen – zum Beispiel die Ausgestaltung eines Meditationsraumes oder eines Meditationsgartens, Ausstellungen oder die Gestaltung eines biblisch-religiösen „Museumskoffers“.

Wie kann ein Antrag gestellt werden?

„Die Fördermittel stehen allen Lehrkräften für das Fach katholische Religionslehre im Erzbistum Paderborn zur Verfügung“, erklärt Abteilungsleiter Lewandowski. Zuschüsse bedürfen eines schriftlichen Antrags, der bequem und unkompliziert digital direkt auf der Homepage ausgefüllt wird. Ein Anspruch auf Förderung besteht nicht. Der Antrag muss vier Wochen vor der Anschaffung von Materialien, der Durchführung einer Maßnahme oder der Exkursion digital im Erzbischöflichen Generalvikariat eingegangen sein. Richtlinien und Antrag finden sich unter www.religion-bildung.de/foerdermittel.

Dr. Lewandowski macht nicht allein auf die Fördermittel aufmerksam, sondern zudem auf die Fort- und Weiterbildungsangebote für Religionslehrkräfte, die seine Abteilung anbietet – zuletzt eine „Digitale Woche“ mit digitalen Impulsen für Religionslehrende zum „Biblischen Lernen“. „Auch unser religionspädagogisches Unterstützungs- und Beratungsangebot, das unser Medienzentrum anbietet, wird von vielen nachgefragt und ist immer ein Besuch wert“, empfiehlt Dr. Lewandowski den Religionslehrkräften.

Materialien für den Religionsunterricht können im Medienzentrum in Paderborn angeschaut, ausprobiert und auch ausgeliehen werden.

Abteilung Religionspädagogik

Die Abteilung Religionspädagogik im Bereich Schule und Hochschule des Erzbischöflichen Generalvikariats Paderborn verantwortet alle inhaltlichen und rechtlichen Fragestellungen zum katholischen Religionsunterricht und betreut mit religionspädagogischen Angeboten die 5.300 Religionslehrkräfte aller Schulen im Erzbistum Paderborn.

Religionsunterricht und Religionslehrerkräfte

Im Erzbistum Paderborn besuchen 185.000 katholische Schülerinnen und Schüler den katholischen Religionsunterricht an allen Schulformen. Wöchentlich werden 18.500 Stunden Religionsunterricht an 1.550 Schulen von 5.300 katholischen Religionslehrerinnen und Religionslehrern (mit Missio Canonica und kirchlicher Unterrichtserlaubnis) erteilt.